Ausgewählte Gesetzesänderungen ab 2020

Jahressteuergesetz 2019​

Zustimmung des Bundesrates am 29.11.2019

Private Firmenwagennutzung: weitere Vergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge

§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Nrn. 3 bis 5 und S. 3 Nrn. 3 bis 5 EStG

Inkrafttreten am 1.1.2020
(Art. 39 Abs. 2 des Gesetzes)

  • Für im Zeitraum vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2030 angeschaffte Fahrzeuge ist nur noch ein Viertel der Bemessungsgrundlage bei der Firmenwagenbesteuerung anzusetzen, wenn das Kfz keine Kohlendioxidemission je gefahrenen Kilometer hat und der Bruttolistenpreis nicht mehr als 40.000 € beträgt.
  • Für vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2024 angeschaffte Fahrzeuge ist die Hälfte der Bemessungsgrundlage bei der Firmenwagenbesteuerung anzusetzen, wenn das Kfz einen Schadstoffausstoß von 
    höchstens 50 Gramm 
    Kohlendioxid je gefahrenen Kilometer hat und die 
    Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 
    60 km beträgt.
  • Für vom 1.1.2025 bis zum 31.12.2030 angeschaffte Fahrzeuge ist die Hälfte der Bemessungsgrundlage bei der Firmenwagenbesteuerung anzusetzen, wenn das Kfz einen Schadstoffausstoß von 
    höchstens 50 Gramm 
    Kohlendioxid je gefahrenen Kilometer hat und die Reich-
    weite
     unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens
    80 km
     beträgt.

Sonderabschreibungsmöglichkeit für Elektrofahrzeuge

§ 7c EStG

Erstmalige Anwendung auf für nach dem 31.12.2019 und vor dem 1.1.2031 angeschaffte neue Elektrolieferfahrzeuge (§ 52 Abs. 15b EStG);

(Art. 39 Abs. 7 des Gesetzes)

Für die Anschaffung neuer (d.h. bislang ungenutzter) betrieblich genutzter „Elektronutz-fahrzeuge“ kann im Jahr der Anschaffung eine Sonder-abschreibung von 50% in Anspruch genommen werden. Die reguläre lineare Absetzung für Abnutzung (AfA) nach § 7 Abs. 1 EStG ist dann parallel neben der Sonderabschreibung vorzunehmen.

Verpflegungsmehraufwand: Anhebung der Pauschalen

§ 9 Abs. 4a S. 3 EStG

Inkrafttreten am 1.1.2020 (Art. 39 Abs. 2 des Gesetzes)

  • 28 € statt bisher 24 € bei einer Abwesenheit von 24h
  • 14 € statt bisher 12 € bei einer Abwesenheit von mehr als 8h
  • 14 € statt 12 € für jeweils den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Dienstreisen mit Übernachtung 

Verlängerung der Steuerbefreiungen für Ladestrom für Elektrofahrzeuge an Mitarbeiter

§ 52 Abs. 4 S. 14 und Abs. 37c EStG

Inkrafttreten am 1.1.2020 (Art. 39 Abs. 2 des Gesetzes)

Steuerbefreiung verlängert bis 2030

  • für das elektrische Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens,
  • für die zeitweise zur privaten Nutzung überlassene betriebliche Ladevorrichtung (nach § 3 Nr. 46 EStG),
  • für die Pauschalversteuerung für geldwerte Vorteile aus der unentgeltlichen oder verbilligten Übereignung einer Ladevorrichtung sowie
  • für Zuschüsse zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für den Erwerb und für die Nutzung einer Ladevorrichtung (nach § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 6 EStG).

Bürokratieentlastungsgesetz III

Zustimmung des Bundesrates am 8.11.2019

Vierteljährliche Abgabe der Umsatzsteuer-voranmeldung für Neugründer – befristet

§ 18 Abs. 2 Satz 6 UStG

Anwendbar für Besteuerungs-zeiträume 2021-2026

 

Bisher war die Abgabe für Neugründer zwingend monatlich im Jahr der Gründung und im Folgejahr, unabhängig von der Umsatzsteuerzahllast.

Beträgt die Umsatzsteuerzahllast im jahr voraussichtlich nicht mehr als 7.500 €, so kann im begünstigungszeitraum die Umsatzsteuervoranmeldung bei Neugründern quartalsweise eingereicht werden.

Anhebung der umsatz-steuerlichen Kleinunternehmergrenze

§ 19 Abs. 1 UStG

Inkrafttreten am 1.1.2020

Kleinunternehmer liegt vor, wenn:

Umsatz im vergangenen Jahr 22.000 € (bisher 17.500 €) wurde nicht überstiegen

voraussichtlicher Umsatz im Folgejahr wird 50.000 € nicht übersteigen

Option zur Regelbesteuerung besteht weiter.

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